Willkommen auf der Seite der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht (GAIR)

Die Mit­glie­der der Gesell­schaft für Ara­bi­sches und Isla­mi­sches Recht e.V., kurz GAIR haben es sich zur Auf­gabe gemacht, zum gegen­sei­ti­gen Ver­ständ­nis der Rechts­sys­teme und der Rechts­pra­xis des euro­päi­schen und des isla­mi­schen, ins­be­son­dere des ara­bi­schen Raums bei­zu­tra­gen. Der­zeit hat der 1997 gegrün­dete Ver­ein über 150 Mit­glie­der, dar­un­ter vor allem Juris­ten aus For­schung und Pra­xis, Ori­en­ta­lis­ten und Studenten.

Grußwort Prof. Dr. Irene Schneider, 1. Vorsitzende der GAIR

Aktuelles

V. Sym­po­sium des Deut­schen Forums für Isla­mi­sches Recht / des Arbeits­krei­ses Isla­mi­sches Recht der Isla­mi­schen Theo­lo­gie Deutsch­lands und des Gra­du­ier­ten­kol­legs Isla­mi­sche Theologie

  • 22.-23. Sep­tem­ber 2017

Natio­nal­staat­li­che Cha­rak­te­ris­tika wie etwa gesetz­li­che Kodi­fi­zie­rung, Zwangs­ap­pa­rate, Zen­tra­li­sie­rungs– und Homo­ge­ni­sie­rungs­ten­den­zen oder Regu­lie­rungs­drang sind keine typi­schen Ele­mente der isla­mi­schen Rechts­tra­di­tion, ja ste­hen gar im Span­nungs­ver­hält­nis zum Geist der Scha­ria. Die isla­mi­sche Rechts­tra­di­tion ist viel­mehr gekenn­zeich­net durch eine breite Selbst­ver­wal­tung sowie Rechts­plu­ra­li­tät. Bei­spiels­weise exis­tie­ren so viele nor­ma­tive Ver­ständ­nisse der Scha­ria, wie es Rechts­leh­ren (fiqh) von bedeu­ten­den Juris­ten gibt. Sollte sich ein Natio­nal­staat dafür ent­schei­den, bloß bestimmte Islam­rechts­ver­ständ­nisse (fiqh) (unter vie­len ande­ren, die ebenso berech­tigt exis­tie­ren) gesetz­lich zu kodi­fi­zie­ren, so müsste man von einem objek­ti­ven natio­nal­staat­li­chen Zwangs­recht, nicht jedoch von dem fiqh im scharia-rechtlichen Sinne spre­chen. Bezeich­nen­der­weise wird das objek­tive Recht isla­misch gepräg­ter Natio­nal­staa­ten nicht fiqh, son­dern qānūn genannt. Die scharia-basierte Rechts­an­wen­dung in der Vor­mo­derne gehört zu den wis­sen­schaft­lich stark ver­nach­läs­sig­ten For­schungs­fel­dern, die jedoch für gegen­wär­tige natio­nal­staat­li­che Her­aus­for­de­run­gen im Umgang mit der Scha­ria von ele­men­ta­rer Bedeu­tung sind.

Soll­ten die isla­mi­sche Juris­pru­denz und die soeben ange­spro­che­nen The­men­fel­der zu Ihrem For­schungs­be­reich gehö­ren, sind Sie herz­lich ein­ge­la­den, an der geplan­ten Kon­fe­renz als Refe­rent (und Autor) mit­zu­wir­ken. Sie wer­den gebe­ten, bis zum 15. Februar 2017 einen Abstract an abdelsalam@uni-muenster.de zu sen­den, wel­cher sich einem der fol­gen­den The­men zuord­nen lässt:

  • Isla­mi­sche Recht­spre­chung in der Vor­mo­derne (muftī, qādī, muḥ­ta­sib)
  • Isla­mi­sche Juris­pru­denz vor dem Hin­ter­grund bun­des­deut­scher Verfassungsverhältnisse
  • Isla­mi­sche Juris­pru­denz in der deut­schen Rechtsprechung.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen unter https://www.uni-muenster.de/ZIT/Veranstaltungen/2017/20170110.html

Die Max-Planck-Institute für eth­no­lo­gi­sche For­schung (Halle/Saale) und für aus­län­di­sches und inter­na­tio­na­les Straf­recht (Frei­burg i.Br.) beab­sich­ti­gen, in die­sem Jahr mit einem For­schungs­pro­jekt zu begin­nen, das dem Phä­no­men der sog. Par­al­lel­jus­tiz in Deutsch­land nach­geht. Die­ser Begriff wird bewusst nicht ver­wen­det, wie man den nach­fol­gen­den Links auf die Stel­len­aus­schrei­bung ent­neh­men kann. Hier­für wer­den geeig­nete Dok­to­ran­den (https://recruitingapp-5034.de.umantis.com/Vacancies/304/Description/1) und Post­Doc–Wis­sen­schaft­ler (https://recruitingapp-5034.de.umantis.com/Vacancies/303/Description/1) gesucht. Die Stel­len sind auf drei Jahre befris­tet. Diese kön­nen ver­län­gert wer­den. Bei den Bewer­be­rin­nen und Bewer­bern wer­den ein­schlä­gige Sprach­kennt­nisse (wie bei­spiels­weise Ara­bisch, Chi­ne­sisch, Kur­disch, Tür­kisch, Per­sisch, Romani/Romanes, Viet­na­me­sisch etc…) vor­aus­ge­setzt, die es erlau­ben, mit mög­li­chen Ziel­grup­pen zu kom­mu­ni­zie­ren. Erfah­rung mit Metho­den der empi­ri­schen Sozi­al­for­schung / Eth­no­gra­fie sind unerlässlich.

Hans-Georg Ebert/Julia Heilen

Isla­mi­sches Recht. Ein Lehrbuch

Hamouda Ver­lag, Leipzig

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